Bouldern (englisch boulder „Felsblock“) ist seit 10 Jahren verstärkt auf dem Vormarsch und hat sich bereits als massentauglicher Freizeitsport etabliert, der auf Begeisterung trifft. Unter dieser Sportart versteht man das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden bis zur Absprunghöhe. Doch was steckt hinter der Begeisterung? Was motiviert Boulder*innen? Welche körperlichen und sozialen Komponenten schätzen Boulder*innen an dieser Sportart und hat das Aufkommen des Corona-Virus etwas an Hallenbesuchen und Training etwas geändert und wenn ja, was? Bergzeit hat nachgefragt und wir stellen dir in diesem Beitrag die spannendsten Ergebnisse vor. 

Die überwiegende Mehrheit der Umfrageteilnehmer*innen (66%) geht sowohl bouldern als auch klettern. 32% gaben dabei an, dass sie ausschließlich bouldern. Bezogen auf ihre Erfahrung gaben knapp ein Drittel (32%) der Teilnehmer*innen an, seit mehr als fünf Jahren zu bouldern. Unter ihnen befanden sich hauptsächlich Sportler*innen, die zuvor angaben, neben dem Bouldern auch seilklettern zu gehen. 

Bouldern Steckt an

Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie über Freunde zum ersten Mal mit der Sportart in Kontakt kamen und Freunde zum Bouldern motivieren. Unter den Teilnehmer*innen, die schnelle Fortschritte beim Bouldern bemerken, war den Anteil der Männer in den Altersgruppen 18-25 sowie 26-35 am höchsten. Bei den Frauen haben vermehrt die 18- bis 25-Jährigen „sehr schnell“ Fortschritte beim Bouldern bemerkt. Unter 10% der Befragten gaben an, nur langsam Fortschritte verzeichnet zu haben, darunter hauptsächlich Frauen sowie geschlechtsunabhängig die Altersgruppe von 46 bis 55 Jahren. 

Welchen Einfluss hat Corona auf den Boulder Spass?

Auf die Frage, ob sich seit Corona etwas geändert habe, gab die Hälfte der Befragten an, dass sie mindestens genauso oft in die Boulderhalle gehen. Knapp 9% gaben an, häufiger Kletter- & Boulderhallen zu besuchen, davon stellen die 18- bis 25-Jährigen den größten Anteil gefolgt von den 26- bis 35-Jährigen. Mit zunehmendem Alter schwindet auch der Anteil derer, die häufiger als vor Corona die Boulderhalle besuchen. Geschlechtsspezifische Unterschiede gab es auch hier keine. 

Abgesehen von der Tatsache, dass die Kletter- & Boulderhallen über mehrere Wochen schließen mussten und in dieser Zeit kein Besuch möglich war, gibt ein Viertel der Befragten an, die seit Corona weniger oft in die Halle gehen, „gesundheitliche Bedenken“ als einen der Hauptgründe für ihre Entscheidung an. Auch spielen zeitliche Engpässe und fehlende Lust bei knapp 30% der Befragten eine Rolle. Dabei waren jeweils keine nennenswerten geschlechtsspezifischen Unterschiede zu erkennen. 

Outdoor-Bouldern gewinnt an Popularität

Bouldern am Felsen ist seit Corona attraktiver. Hier gaben 34% der Umfrage-Teilnehmer*innen geschlechtsunabhängig an, dass sie seit der Corona-Pandemie mehr an den Felsen gehen im Vergleich zu früher. Im Hinblick auf die Altersgruppe haben durchschnittlich vor allem die 18- bis 25-Jährigen häufiger am Fels gebouldert. Grundsätzlich zeigte sich in den Ergebnissen, dass die Corona-Pandemie dazu geführt hat, dass vor allem Boulderer, die zuvor nie oder nur sehr selten in der Natur boulderten, häufiger bzw. überhaupt an den Felsen gehen im Vergleich zu früher. 

Diese Ergebnisse entstammen der Online-Umfrage im Zeitraum vom 17.07.2020 bis zum 13.08.2020. Befragt wurden 1364 Umfrageteilnehmer beider Geschlechter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Geschlechter unterteilten sich in 56% männlich und 44% weiblich. Die gesamten Umfrageergebnisse findest du hier

Na, hat dich die Kletterlust nun auch gepackt und du kannst deinen nächste Boulderstunde nicht mehr abwarten? Dann komm uns doch unbedingt in eine der grössten Boulderhallen der Schweiz im Freiruum besuchen. Egal ob blutiger Anfänger oder Vollprofi, bei uns gibt es Wände für jedes Level und du wirst eine Menge Spass haben. Wir freuen uns auf deinen Besuch!